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RESET-Studie zeigt signifikante Effekte der Akustischen CR®-Neuromodulation auf die Tinnitus-Symptomatik

Köln, 19. März 2012 – Der innovative, neurowissenschaftlich fundierte Behandlungsansatz der Akustischen Coordinated Reset® (CR)-Neuromodulation verringert sowohl die Symptome bei chronisch-tonalem Tinnitus als auch die krankhaft erhöhte neuronale Synchronisation in Tinnitus-assoziierten Hirnarealen deutlich. Die bereits nach 12 Wochen signifikanten Effekte stabilisierten und verbesserten sich sogar noch im Verlauf über insgesamt 10 Monate. Dabei erwies sich die CR®-Behandlung als sicher und gut verträglich. Zu diesen Ergebnissen kommen die Autoren der RESET-Studie (Randomized evaluation of sound Evoked Treatment of Tinnitus)[1], die am 14. März 2012 im Journal Restorative Neurology and Neuroscience veröffentlicht wurde.[2]

Mehr Informationen erhalten Sie hier oder unter www.anm-medical.com



[1] NCT00927121 www.clinicaltrials.gov
[2]
PA Tass, I Adamchic, HJ Freund, T von Stackelberg, C Hauptmann. Counteracting tinnitus by acoustic coordinated reset Neuromodulation. Restorative Neurology and Neuroscience 30, 2, 2012, 367–374, DOI 10.3233/RNN-2012-0626, IOS Press http://iospress.metapress.com/content/r771875822464323/fulltext.pdf

And the „Otto“ goes to: ANM erhält Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation 2011

Dezember - Mit dem diesjährigen Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation wurden das Kölner Medizintechnologie-Unternehmen ANM, eine Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich, und Prof. Dr. Dr. Peter Tass vom Forschungszentrum Jülich ausgezeichnet. Ausgewählt aus 101 Einreichungen würdigt der mit 15.000,-€ dotierte 1. Preis die „Entwicklung einer Plattformtechnologie im Bereich der Neuromodulation zur Therapie von neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Tinnitus oder chronischem Schmerz“, heißt es seitens der Stadt Köln zur Preisverleihung. Die Erfindung und Entwicklung der Coordinated Reset (CR)®-Neuromodulation von Tass und der ANM sei ein „wissenschaftlicher Durchbruch“ bei der Therapie von Krankheiten, die durch eine krankhaft übersteigerte Synchronisation von Nervenzellenverbänden im Gehirn gekennzeichnet sind. Die neurowissenschaftlich fundierte CR®-Technologie kann nicht nur eine akute Linderung der Symptome bewirken, sondern ermöglicht auch einen neuronalen Umbau und damit ein „Verlernen“ der krankhaft synchronen Überaktivität in den betroffenen Hirnarealen. Dadurch werden die Symptome, wie z.B. der störende Ton bei Tinnitus verändert, verringert oder zum Verschwinden gebracht. Ein erstes Medizinprodukt des Kölner Unternehmens, ein akustisch wirkender Neurostimulator für die Therapie von Tinnitus, ist seit 2010 von den europäischen Behörden geprüft, zertifiziert und in der klinischen Praxis verfügbar. Die CR®-Neuromodulation ist ein innovativer neurowissenschaftlicher Therapieansatz, der nicht nur bei Tinnitus bereits eingesetzt wird, sondern auch für andere Krankheiten, mit  übermäßiger, synchroner Nervenzellaktivität im Gehirn, wie z.B. Parkinson, chronischer Schmerz oder auch Depressionen erforscht wird.

Informationen zur ANM GmbH und zur Akustischen CR®-Neuromodulation bei Tinnitus finden Sie unter:

http://www.anm-medical.com/   

Erst Stress, dann Tinnitus – schwedische Forscher vermuten Zusammenhang

Bei Menschen die unter Stress oder Burnout leiden tritt Tinnitus mehr als doppelt so häufig auf, als bei anderen Menschen, stellte das renommierte Karolinska-Institut in Schweden in einer Studie fest. Vermutet wird eine Wechselwirkung zwischen Stress und Tinnitus. So hätten dauerhaft gestresste Menschen ein zweieinhalb Mal höheres Risiko, Tinnitus zu bekommen, so die Forschungsleiterin, Prof. Barbara Canlon. Gestresste Probanden hatten in den Untersuchungen des Karolinska-Instituts außerdem mehr Schwierigkeiten, Geräusche zu erkennen oder Zahlen unter Lärmeinwirkungen zu verstehen. Die an der Studie teilnehmenden Probanden verschiedener Stresslevels wurden u.a. einem Hörtest unterzogen. 31 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, an Tinnitus zu leiden, davon seien sogar ein Drittel schwer betroffen.

Quelle: http://german.hear-it.org & Auris Nr. 6, 2011

1  T. Kleinjung, B. Langguth: Wege zur Stille; Gehirn & Geist 1-2: 38–42 (2011).
2  N. Weisz N, B. Langguth: Kortikale Plastizität und Veränderungen bei Tinnitus; HNO 58: 983–989 (2010).